Gemeinde Gaimberg in Osttirol

Freiwillige Feuerwehr Gaimberg

 

Übungsplan 1. Halbjahr 2018

Übung am Donnerstag, 05.04.2018 um 20:00 Uhr 

Übung am Donnerstag, 03.05.2018 um 20:00 Uhr

Übung am Sonntag, 03.06.2018 um 13:30 Uhr

 

 

 

…unser Ehrenmitglied Franz Sallinger ist am 02. Februar 2018 verstorben

 

„NOT VERBINDET- FREUNDSCHAFT BLEIBT“


dieser schöne Spruch bildete den Grundstein einer 50 jährigen Freundschaft zwischen den Gemeinden Dambach in OÖ und Gaimberg. Damals hätte wohl niemand gedacht, dass diese Notlage so tiefgehend verbinden wird.


Eine Unwetterkatastrophe 1966 versetzte Gaimberg in eine Notlage. Die Freiwillige Feuerwehr Sand und der Musikverein Dambach in Oberösterreich haben beschlossen, eine von den Hochwasserschäden betroffenen Gemeinden in Tirol zu unterstützen. Die Wahl fiel auf die Gemeinde Gaimberg. Aus dieser Notsituation und vor allem schwierigen Zeit entwickelte sich eine Freundschaft, die sich nun schon über Jahrzehnte erstreckt und sich auch durch die einzelnen Vereine durchzieht.

Am Freitag, 09. Februar 2018, wurde Franz Sallinger, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Garsten zu Grabe getragen. Von der FF Gaimberg nahmen eine stattliche  Anzahl Kamerad(in)en des Aktiv- und des Ruhestandes, die  Fahnenabordnung, sowie eine Abordnung der Musikkapelle Gaimberg und  weiteren Gemeindebürger(innen)n, an der Beerdigung teil.

 

Kurzer Auszug aus dem Nachruf unseres Bgm. Bernhard Webhofer: 

Lieber Franz Sallinger,

„Gaimberg ist dir, als Alt Kommandant der FF Sand, für deine Initiative und Hilfe auf ewig  dankbar, aber auch dein Wille, diese Freundschaft zu erhalten und zu pflegen wird uns immer in Erinnerung bleiben. Dein Engagement und Interesse an der Gemeinde Gaimberg war unermüdlich. Dass mein Besuch im November 2017 unser letztes Treffen war, war zu diesem Zeitpunkt für uns beide undenkbar. Wir schmiedeten noch gemeinsam Pläne für das Jubiläumsfest im August 2018 in Gaimberg. Abschließend hast du mir noch wertvolle und berührende Worte mit auf den Weg gegeben, die wie folgt lauteten: bitte Bernhard schau, dass diese tiefe, kameradschaftliche und ehrliche Freundschaft noch viele Jahre halten möge und sich in unseren Nachfahren fortsetzt. Das wäre für mich der schönste Lohn für eine kameradschaftliche Hilfsbereitschaft als Feuerwehrmann bei der Unwetterkatastrophe 1966 in Gaimberg.

Lieber Franz, gerne werden wir versuchen dir diesen Wunsch zu erfüllen. Wir danken dir von ganzem Herzen für die gemeinsame Zeit und deinen vorbildhaften Einsatz“.

Ruhe in Frieden.

Norbert Amraser

 

 

67. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gaimberg  

Jeden ersten Samstag im Februar findet in der Gemeinde Gaimberg die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Heuer war es eine ganz besondere Sitzung, da die Neuwahlen am Programm standen. Alle fünf Jahre wird in den Feuerwehren das Kommando neu aufgestellt. Zu diesem gehören der Kommandant, Kommandant-Stellvertreter, Kassier und Schriftführer.

In der Gaimberger Wehr musste für den neuen Wahlvorschlag lediglich ein neuer Schriftführer gefunden werden. Dankenswerterweise erklärte sich Marko Neumair dazu bereit, diese Funktion zu übernehmen. So konnten alle vier Positionen mit 100 % Zustimmung der Vollversammlung gewählt werden.

Die neue Führung der FF Gaimberg stellt sich wie folgt zusammen: Kommandant Alois Neumair, Kommandant-Stellv. Norbert Amraser, Kassier Engelbert Tscharnig und Schriftführer Marko Neumair.

Bezirkskommandant Herbert Oberhauser war begeistert von diesem hervorragenden Wahlergebnis und bestärkte die Neugewählten mit viel Elan und Begeisterung in die neue Periode zu gehen. Sehr erfreulich ist, dass vier junge Feuerwehrmänner - Dominic Vallazza, Martin Waschnig, Florian Huber und Johannes Tscharnig - angelobt werden konnten und zum Feuerwehrmann befördert wurden. Michael Theurl wurde zum neuen Zugskommandanten ernannt und erhielt den Rang des Brandmeisters. Herbert Preßlaber wurde als Obermaschinist zum Oberlöschmeister befördert. Für 25 Jahre treue Angehörigkeit wurde Florian Baumgartner die Landesauszeichnung übergeben.

Die Verdienstmedaille in Bronze des Bezirksfeuerwehrverbandes konnten Josef Tiefnig, Kommandant a. D., und Markus Duregger, Kommandant-Stellv. a. D., voller Stolz und Dankbarkeit entgegennehmen.

Neben kleineren Einsätzen war das Vereinsjahr vor allem von organisatorischen Höchstleistungen geprägt. Es galt den Gaimberger Kirchtag, der weit über die Grenzen hinaus bekannt ist, durchzuführen. Zusätzlich wurde die Verköstigung und Unterhaltung der 1500 Seniorinnen und Senioren aus ganz Tirol übernommen, die an diesem Wochenende auf der Lienzer Sonnseite ihren jährlichen Landeswandertag abhielten.

Nach einer so erfolgreichen Sitzung wurde bei einem gemütlichen Abendessen im Mesner Brennstadl die Kameradschaft gebührend gepflegt.

 

 

Fotos: Gernot Ladner

 

 

INFORMATIONEN

 

Als zweitjüngste Feuerwehr des Bezirkes Lienz (Glanz ist die jüngste) wurde die Feuerwehr Gaimberg am 18. Februar 1951 gegründet. Vorher hatte der Unterweger Bartl (Glantschnig Bartl) sich um den Brandschutz in der Gemeinde bemüht. Hand-Krukenspritzen wurden in den Häusern griffbereit deponiert. In den Jahren 1939 bis 1948 war die Freiwillige Feuerwehr Thurn der vereinigten Gemeinde Grafendorf (Gaimberg-Thurn) für den Brandschutz zuständig. 36 freiwillige Mitglieder hatte die Feuerwehr zur Gründungszeit. Ihr erster Kommandant war der Haidenhofwirt Stanislaus Wildauer. Ihm folgte Alois Mühlmann (1953 bis 1957), Alt-Bgm. Peter Duregger (1957 bis 1968, er war auch 21 Jahre Bezirksschriftführer), Alt-Bgm. Franz Kollnig (1968 bis 1993, er war auch von 1973 bis 1988 Abschnittskommandant und von 1988 bis 2003 Bezirkskommandant-Stellvertreter). Josef Girstmair war Kommandant von 1993 bis 2003, von 2003 bis 2009 Johann Idl. Seit Februar 2009 hatte Josef Tiefnig jun. das Kommando inne. Sein Stellvertreter war Markus Duregger. Bei der JHV 2013 wurde Alois Neumair zum neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Gaimberg gewählt. Als Stellvertreter steht ihm Norbert Amraser zur Seite.

 

Die Feuertaufe erhielt die Feuerwehr 1954 beim Brand des Fredl (Obererlacher) Futterhauses. Die Geräte waren zuerst im Wachtlechner Stadel untergebracht, bis 1956 das erste schmucke Feuerwehrhäuschen in Betrieb genommen werden konnte. Dies war die Unterkunft bis im Jahre 2009 an derselben Stelle das neue zweckmäßige Feuerwehrhaus errichtet bzw. seiner Bestimmung übergeben wurde. Als Fahrzeuge dienten in aufsteigender Reihenfolge ein Pferdewagen, ein per Hand geführter Einachswagen, dann ein Chevrolet aus englischen Kriegsbeständen, ab 1971 ein Opel Blitz, 1994 ein Mercedes und 2005 ein TLFA 1500 Lohr. Alle für eine Dorffeuerwehr notwendigen und zweckmäßigen Gerätschaften sind vorhanden.

 

Die Hochwasserjahre 1965 und 1966, bei denen der freiwillige Helfer Bartl Jeller unter die Mure kam, und 1995 und 1997 zweimal in der Wartschensiedlung waren wohl die schwersten Prüfungen. Als Großbrand ist der Brand des Pichlerhofes im Jahre 1989 zu verzeichnen. Mehrere Entstehungsbrände konnten rechtzeitig erfolgreich bekämpft werden.

 

Für die Ausbildung und die Kameradschaft bewährte sich die Teilnahme an den Bewerben für Leistungsabzeichen und Wettbewerben. Dies bezeugt eine stattliche Anzahl von Trägern von Goldenen und Silbernen Leistungsabzeichen und fast alle sind Träger des Bronzenen Leistungsabzeichens. Bei den Goldenen Leistungsbewerben stellten wir auch den Landessieger. Im Jahr 2009 wurde eine Gruppe unserer Feuerwehr im Sicherheitsbewerb Silber B Landessieger. Seit 2008 sind auch junge Frauen Mitglieder der Feuerwehr.

 

Alt-Bgm. Franz Kollnig

 

 

 

 

 

 

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